Spielräume!

Auf der Suche nach digitalen Erlebniswelten
© Jan Windszus Photography
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Ein digitales Gemeinschaftsprojekt mit dem Berliner Ensemble

Die Spielräume von Oper und Schauspiel im Analogen sind unermesslich. Mit Darsteller*innen, Musik, Sprache und Ausstattung können auf einer leeren Bühne die unterschiedlichsten Welten im Hier und Jetzt geschaffen werden. Doch wie sehen die Möglichkeiten für Oper und Schauspiel im Digitalen aus? Wie lassen sich neue künstlerische Formate im Bereich des Digitalen entwickeln, ohne analoge Aufführungen lediglich digital abzubilden? Was könnte z. B. die Co-Präsenz von Darstellenden und Publikum für die digitale Spielewelt bedeuten? Inwiefern könnte der V-Effekt oder das Durchbrechen der vierten Wand für die Playful Media, also für die digitalen Spielwelten, fruchtbar gemacht werden? Und wie könnten umgekehrt die ästhetischen Mittel der Oper und des Schauspiels dazu eingesetzt werden, digitale und spielerische »Kraftwerke der Gefühle« (so Alexander Kluge über die Oper) im Netz zu erschaffen? Und welche Rolle können dabei Mackie Messer, Don Giovanni oder Rusalka spielen?
© Jan Windszus Photography
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Gemeinsam mit Akteur*innen der Playful Media, mit Designer*innen, Spieleentwickler*innen, Videokünstler*innen und Programmierer*innen begeben sich die Komische Oper Berlin und das Berliner Ensemble auf die Suche nach künstlerischen Erlebniswelten und Begegnungsräumen im Digitalen. In der vierjährigen, durch das Programm Kultur Digital der Kulturstiftung des Bundes geförderten Projektphase sollen Spiele, Anwendungen und Modifications entwickelt werden, die den eingangs gestellten Fragen nachgehen und die Übertragung der bislang weitestgehend analogen Kunstformen Oper und Schauspiel ins Digitale ausloten. Hierzu werden offene, in den Playful Media angewandte Formate wie Game Jams, Labs, Testings und digital-analoge Präsentationen veranstaltet, die u. a. der Öffentlichkeit Einblicke in die verschiedenen Entwicklungsstadien geben. Welche neuen Spielräume sich hierbei herausbilden, ist vollkommen offen. Aber die Richtung steht fest: Ab ins Netz!

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