Alexey Antonov

Solist - Bass
Im Ensemble der Komischen Oper Berlin seit 2012.

HEIMAT: Wladimir (Russland).

STUDIUM: Pavel Lisitsian, Gnessins Musik Akademie.

MEISTERKURSE BEI: Rudolf Piernay, Diana Zola, Richard Bado.

VORHERIGE ENGAGEMENTS: Helicon-Oper Moskau, Novaya Oper Moskau.

WICHTIGE PARTIEN AN DER KOB:
Eremit (Der Freischütz), Kotschubej (Mazeppa), Pluto (Orpheus), Ariodates (Xerxes)

WICHTIGE ROLLEN ANDERSWO: Sparafucile (Rigoletto), Landgraf (Tannhäuser), Ivan Khovansky (Khovanshchina), Boris und Pimen (Boris Godunov), Koenig Heinrich (Lohengrin), Dr. Grenville (La traviata).

WICHTIGE DIRIGENTEN: Kirill Petrenko, Teodor Currentzis, Jan Latham-Koenig,
Antony Hermus.

WICHTIGE REGISSEURE: Andrejs Žagars, Andrea Moses, Elijah Moshinsky, Barrie Kosky

IN DIESER SPIELZEIT:
Faust (Der feurige Engel), Theseus (Ein Sommernachtstraum), Sarastro (Die Zauberflöte), Jupiter (Castor et Pollux), Pluto (Orpheus), Ariodates (Xerxes).


Der russische Bass wurde in Wladimir geboren; eine Stadt, die am Fluss Kljasma 200 km östlich von Moskau liegt. Schon in sehr jungen Jahren fing er an, Akkordeon zu spielen. »Ich komme aus einer sehr musikalischen Familie, meine Schwester spielte Klavier und ich Akkordeon. Ich kann mich an wunderbare Momente erinnern, wenn wir beide zusammen Musik gemacht haben.« Nach der ersten Anfangszeit ging er dann auf die Musikschule in Wladimir.

Sein musikalisches Talent führte ihn dann an die Gnessins Musik Akademie in Moskau. Bereits im Alter von 19 Jahren gewann er einen landesweiten Akkordeonwettbewerb in Russland. Zeitgleich sang er schon in einem Kirchenchor, und dort wurde auch seine Stimme entdeckt. Obwohl er mit dem Akkordeon bereits große Erfolge zu verbuchen hatte, entschied er sich daraufhin, Gesang zu studieren. Mit privaten Unterrichtsstunden bei dem russischen Bariton Pavel Lisitsian bereitete er sich auf sein Gesangsstudium an der Gnessins Musik Akademie vor. »Mein erster Lehrer Pavel Lisitsian war ein wunderbarer Sänger und ein ganz besonderer Mensch. Er hat mir sehr geholfen, meine Stimme zu finden und festigen und mir den Spaß am Singen vermittelt.« 

Die erste Oper, die er je gehört hat, war eine historische Aufnahme von Richard Wagners Der Ring des Nibelungen, dirigiert von Karl Böhm. »Interessant, dass ausgerechnet diese Musik mich unmittelbar in ihren Bann gezogen hat; ein Werk, das üblicherweise nicht als sehr geeignet für einen Einstieg in die Opernliteratur gilt. Und noch bis heute gehören die Opern Richard Wagners zu meinen Lieblingsstücken. Und natürlich faszinieren mich die Aufführungen am Stanislawsky-Musiktheater in Moskau immer wieder aufs Neue.«

Nach seinem Studium wurde Alexey Antonov an die Helikon-Oper in Moskau engagiert. Später wechselte er in ein Engagement an die Novaya Oper – ebenfalls in Moskau. Viele Gastauftritte führten ihn seitdem nach Deutschland, Frankreich, Finnland und an die Metropolitan Opera in New York, wo er Iwan Chowanski coverte.

In seiner privaten Zeit ist der Vater zweier Kinder jede verfügbare Minute mit seiner Familie zusammen. Er ist von allen neuen technischen Entwicklungen fasziniert und liebt es, möglichst viele Momente mit seiner Familie in Bild und Ton festzuhalten. »Die Kinder werden so schnell größer, so dass es wichtig ist, die ganz speziellen Augenblicke für immer festzuhalten.«

»Mit der Familie in Berlin zu leben, wird sicherlich sehr aufregend für uns alle. Meine Tochter spielt Geige und ich hoffe, dass wir einen guten Lehrer für sie finden. Mein Sohn ist – gerade so wie ich – interessiert an allem technischen. Berlin bietet für uns alle so viel, so dass es ganz sicher eine unvergessliche Zeit wird.«