Fazıl Say

Solist und Musikalische Leitung
Fazıl Say ist der Komischen Oper Berlin seit Jahren verbunden und berührt mit seinem außergewöhnlichen pianistischen Vermögen Publikum wie Kritik. Den ersten Klavierunterricht erhielt er bei Mithat Fenmen, einem Pianisten, der noch bei Alfred Cortot in Paris studiert hatte. Fenmen – vielleicht ahnend, wie groß das Talent des Jungen war – bat seinen Schüler, jeden Tag über Themen des Alltags zu improvisieren, bevor er sich mit den notwendigen Übungen und Studien beschäftigte. In dieser Auseinandersetzung mit freien Prozessen und Formen wurden Fazıl Says improvisatorisches Talent und seine ästhetische Anschauung als Pianist und Komponist gebildet. Er komponierte unter anderem Auftragswerke für die Salzburger Festspiele, den WDR, das Konzerthaus Dortmund, das Schleswig-Holstein Musik Festival und die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern. Sein Schaffen umfasst Werke für Soloklavier und Kammermusik bis hin zu Solokonzerten und großen Orchesterwerken. Den Feinschliff als klassischer Pianist erhielt Fazıl Say ab 1987 bei David Levine, zunächst an der Musikhochschule »Robert Schumann« in Düsseldorf, später dann in Berlin; vor allem seine Mozart- und Schubert-Interpretationen haben hier ihren ästhetischen Urgrund. Seine herausragende Technik ermöglichte es ihm überdies bald, die sogenannten Schlachtrösser der Weltliteratur in staunenswerter Souveränität zu bewältigen. Und eben diese Mischung aus Feinsinn (bei Haydn, Bach und Mozart) und virtuosem Glanz in den Werken von Liszt, Mussorgski oder Beethoven führten schließlich 1994 zum Sieg beim Internationalen Wettbewerb »Young Concert Artists« in New York. Fazıl Say spielte in der Folge mit sämtlichen renommierten amerikanischen und europäischen Orchestern und zahlreichen großen Dirigenten zusammen und erarbeitete sich dabei ein vielfältiges Repertoire, das von Kompositionen Bachs über die Klassiker Haydn, Mozart und Beethoven sowie die Romantik bis zur zeitgenössischen Musik reicht, eingeschlossen seine eigenen Kompositionen für Klavier. Gastspiele führten ihn in zahllose Länder auf allen fünf Kontinenten.
Er war Artist in Residence u. a. am Konzerthaus Dortmund, am Konzerthaus Berlin, beim Schleswig-Holstein Musik Festival, Rheingau Musik Festival, in Paris, Tokyo, Meran, Hamburg und Istanbul. Fazıl Says Einspielungen der Werke Bachs, Mozarts, Gershwins und Strawinskys bei Teldec Classics sowie Mussorgskis, Beethovens und eigener Werke bei naïve wurden hoch gelobt und mehrfach ausgezeichnet, darunter mit drei ECHO Klassik. 2014 erschienen seine Aufnahme mit Beethoven-Werken – das Klavierkonzert Nr. 3 mit dem hr-Sinfonie-orchester unter Gianandrea Noseda sowie die Sonaten op. 111 und die Mondscheinsonate – sowie das Album Say plays Say mit ausschließlich eigenen Werken. Seit 2016 ist Fazıl Say Exklusivkünstler bei Warner Classics.

Seine Vorstellungen ...