Igor Strawinsky / Maurice Ravel

Petruschka / L’Enfant et les Sortilèges

Burlesque in vier Szenen [1947] / Fantaisie lyrique in zwei Teilen [1925] 
Französisch
1h 45m inkl. Pause
18:00 Uhr
19:30 Uhr
20:00 Uhr
19:30 Uhr
16:00 Uhr
19:30 Uhr
19:30 Uhr
19:30 Uhr
19:30 Uhr
11:00 Uhr
18:00 Uhr
Nach dem atemberaubenden Erfolg der Zauberflöte, die von Berlin aus ihren Siegeszug über die ganze Welt angetreten hat, ist die britische Theatertruppe »1927« an die Komische Oper Berlin zurückgekehrt – mit zwei Werken, die wie gemacht zu sein scheinen für die schier grenzenlose Fantasie der Bilderzauberer und ihre staunenmachende Kombination von Animation und live agierenden Darstellerinnen und Darstellern …
Igor Strawinskys Petruschka wirft den Zuschauer mitten hinein ins ausgelassene, wilde Treiben eines Jahrmarkts, auf dem ein unheimlich wirkender Gaukler drei Puppen präsentiert, die er mit seiner Magie zum Leben erweckt: die verletzliche Akrobatin Ptitschka, den grobschlächtigen aber gutmütigen Muskelmann Patap und den tollpatschigen Clown Petruschka. Von ihrem sadistischen Meister fortwährend zur Schau gestellt und gequält, sehnen sich alle drei nach Freiheit, doch nur Petruschka gelingt schließlich die Flucht. Berauscht vom neuen Lebensgefühl stürzt er sich voller Neugier ins Jahrmarkt-Getümmel. Doch die Freiheit währt nicht lange …
Weil er unartig und widerspenstig ist, muss das Kind in Maurice Ravels L’Enfant et les Sortilèges zur Strafe in seinem Zimmer bleiben. Wütend zerstört es die Zimmereinrichtung und quält seine Katze. „Ich bin böse und frei!“, ruft es triumphierend. Doch der Triumph währt nicht lange. Wie in einem bösen Albtraum werden die beschädigten Gegenstände – Sessel, Uhr, Teekanne oder Tapete – lebendig und rächen sich an ihrem Peiniger. Selbst die Natur und ihre Bewohner setzen dem Kind zu, das zu lernen beginnt, welche Konsequenzen die eigenen Taten nach sich ziehen. Als es schließlich Mitgefühl mit einem verletzten Eichhörnchen zeigt, endet der Spuk – vorerst!
Ein Doppelabend über Zurechtweisung und Manipulation, über Erwachsenwerden und die Emanzipierung von (falschen) Zwängen, über den unbändigen Drang nach Freiheit. Bühne, Klänge, Sänger*innen und Akrobat*innen verschmelzen in den Bildwelten von »1927« zu einem alle Sinne berauschenden Erlebnis.
Text »L'Enfant« von Colette

Im Repertoire seit 28. Januar 2017

Eine Koproduktion mit der Deutschen Oper am Rhein
Sa., 30. September 2017, 20:00 Uhr

Stab

Musikalische Leitung
Inszenierung
Suzanne Andrade, Esme Appleton
Animation
Bühnenbild
Pia Leong
Dramaturgie
Kinderchor
Licht

Besetzung

Petruschka, der Clown
Tiago Alexandre Fonseca
Ptitschka, die Akrobatin
Pauliina Räsänen
Patap, der Muskelmann
Slava Volkov
Mama / Die Tasse / Die Libelle
Die Sonne / Die Prinzessin / Die Nachtigall
Ein Schäfer / Die weiße Katze / Das Eichhörnchen
Eine Schäferin / Die Fledermaus / Der Stuhl / Die Eule
Der Schaukelstuhl / Ein Baum
Vater Zeit / Der schwarze Kater
Dr. Mathe / Die Teekanne / Der Frosch
Double Kind
Sara Pamploni
Chorsolisten der Komischen Oper Berlin
Kinderchor der Komischen Oper Berlin
bachtrack.com
Stephen Crowe, 30.01.2017
Beyond mere technical wizardry: thrilling reinterpretation of Petrushka at the Komische Oper
»Several seconds into the performance I got carried away and felt like this could be the most perfect piece of art I’d ever seen, a thrilling combination of film, animation, acting, dance, acrobatics … «
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Deutschlandradio Kultur – Fazit
Uwe Friedrich, 28.01.2017
Wilder Flug durch Abenteuerwelten
»witzig und verblüffend ... Paul Barritts Bildeinfälle sind pittoresk und dekorativ, häufig sehr witzig und immer wieder verblüffend. … Gemeinsam mit dem Dirigenten Markus Poschner und einem überzeugenden Sängerensemble – stellvertretend seien Nadja Mchantaf als trotziges, aber letztlich doch liebenswertes Kind und Talya Liebermann als gefährlich flirrendes Koloratur-Feuer genannt – gelingt ein unterhaltsamer Opernabend…«
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rbb kulturradio
Kai Luehrs-Kaiser, 30.01.2017
»Petruschka/L’Enfant et les sortilèges«
»Man muss es gesehen haben.«
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Berliner Morgenpost
Matthias Nöther, 30.01.2017
Animationsgruppe "1927" zeigt in Berlin ein neues Wunderwerk
»Wie sich beide – elektronisch animiert abschnurrende Bilder und darstellende, singende Körper – unauflöslich ineinander verhakeln: Dies zu zeigen, ist das große Verdienst dieses Abends.«
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Der Tagesspiegel
Frederik Hanssen, 30.01.2017
Das doppelte Leben der Jahrmarktsfiguren
»Unerbittlich treibt [Markus Poschner Strawinskys] Musik voran, virtuos steigt das Orchester der Komischen Oper auf seine Deutung dieser Melange aus Volkston und Avantgardesound ein, sorgt für scharfkantige Konturen und blitzende Klarheit. «
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