Georg Friedrich Händel

Poros

Oper in drei Akten [1731]
Deutsch
19:30 Uhr
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19:30 Uhr
19:30 Uhr
Comeback nach über fünfzehn Jahren! Der Grandseigneur des realistischen Musiktheaters ist zurück – und erfüllt sich einen lang gehegten Traum: Harry Kupfer, der im Haus an der Behrenstraße Theatergeschichte schrieb, inszeniert mit Georg Friedrich Händels meisterhafter Barockoper Poros einen fundamentalen Konflikt europäischer Moderne. 

Indien zu Beginn des 18. Jahrhunderts: Zwei Welten prallen aufeinander! Im Auftrag der englischen Krone ist der Offizier Alexander auf langer Eroberungsfahrt in Richtung des Subkontinents, als Vorhut der britischen Kolonisierung will er den indischen König Poros niederringen. Mit dem Auftauchen Mahamayas, einer schönen und von allen Männern begehrten Königin im indischen Reich, entwickelt sich das Treffen der völlig verschiedenen Kulturen zu einem Kampf, den nur gewinnen kann, wer das Handwerk des Krieges ebenso beherrscht wie die Künste von Verstellung und Verführung, bis zuletzt Poros’ Mut eine überraschende Wendung mit sich bringt und Liebe und gegenseitige Anerkennung utopische Triumphe feiern.
Die Vorlage zu Händels 1731 uraufgeführtem Werk entstammt der Feder des berühmtesten Librettisten der Operngeschichte: Pietro Metastasio. Gleich sechs verschiedene Komponisten nahmen sich zu Beginn des 18. Jahrhunderts dieses Werkes an, das eine Episode aus dem Indienfeldzug des antiken Eroberers Alexander des Großen erzählt. Händels Bearbeitung des Stoffes entwickelt die Konflikte in einem Kammerspiel, dessen aufwühlende und berührende Musik Ton für Ton von größter Theaterleidenschaft und Menschenkenntnis durchdrungen ist.
Libretto nach dem dramma per musica Alessandro nell’Indie von Pietro Metastasio
Nachdichtung aus dem Italienischen von Susanne Felicitas Wolf
Sa., 20. April 2019, 19:30 Uhr

Stab

Musikalische Leitung
Inszenierung
Bühnenbild
Kostüme
Videodesign
Thomas Reimer
Dramaturgie
Licht
Jürgen Hoffmann

Besetzung

Poros, König eines indischen Reiches
Mahamaya, Königin eines anderen indischen Reiches
Gandharta, Feldherr des Poros
Sir Alexander
Nimbavati, Schwester des Poros
Timagenes

Wie kam Harry Kupfer zu diesem Stoff?

Der Regisseur und (ehemalige Chefregisseur der Komsichen Oper Berlin) Harry Kupfer über Poros ...
Der Regisseur und (ehemalige Chefregisseur der Komsichen Oper Berlin) Harry Kupfer über Poros ...
bachtrack.com
Zenaida des Aubris, 19.3.2019
Handel in the British Raj: Harry Kupfer returns to Komische Oper
»Komische's vocal sextet was well rounded and homogenous throughout on opening night. Above all, the sensitive and beautifully coloured soprano voice of Ruzan Mantashyan as Queen Mahamaya, which was particularly expressive in her lament in the third act, made us sit up and take notice of her for the future. Idunnu Münch portrayed Nimbavati, sister of Poros (Erissena), as a confident young woman who goes her own way and enjoys life – equipped with a multi-faceted, warm mezzo.«
Zur Kritik
operagazet.be
Daniela Debus, 19.3.2019
Poros – eine Indienreise
»Der Dirigent Jörg Halubek leitet grazil mit großer Leichtigkeit sein fulminantes Orchester der Komischen Oper durch diesen großen Abend.« ... »Welcome home, Harry.«
Zur Kritik
Onlinemerker.com
Ursula Wiegand, 19.3.2019
Ein Barockereignis für Berlin
»Staunenswert auch diesmal wieder das Orchester der Komischen Oper, das viele Musikstile meistern kann, nun komplettiert mit Cembalo und Theorbe/Barockgitarre [...] Glücklich, außerdem nun sehr erheitert und mit standing ovations feiert das Publikum alle Beteiligten, selbstverständlich auch den Könner Harry Kupfer. Wie sehr das Dirigat von Jörg Halubek gefallen hat, ist ebenfalls unüberhörbar.«
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Berliner Morgenpost
Georg Kasch, 18.3.2019
Etwas aus der Zeit gefallen
»Kupfer an der Komischen Oper – das ist eine Verneigung vor der 83-jährigen Regielegende.« ... »Eric Jurenas’ … Countertenor schmiegt sich herrlich in die weiten, ausgeglichenen Gesangslinien des Alexander ... Und Ruzan Mantashyan, die als Poros’ Geliebte ein sehr angenehmes Timbre in der Mittellage besitzt – ihr jugendlicher Sopran ist ein Versprechen. Wie auch Idunnu Münchs Mezzo, der voller Farben schimmert …« ... »Kupfer-Fans aber bekommen hier einen Abend, der zwar etwas aus der Zeit gefallen wirkt, für Momente aber die Lebensleistung dieses Regisseurs lebendig aufscheinen lässt.«
Zur Kritik
Der Tagesspiegel
Frederik Hanssen, 18.3.2019
Hilfe, die Briten kommen!
»Susanne Felicitas Wolf hat die poetischen Worte des Originals in eine moderne, aber nicht anbiedernde Sprechsprache überführt… Halubek gehört nicht zu jenen Alte-Musik-Spezialisten, die meinen, die barocke Rhetorik müsse besonders angeschärft werden, um ihre volle Wirkungswucht zu entfalten. Vielmehr ist tänzerische Eleganz sein Ideal, mit weichen, grazilen Bewegungen leitet er das Orchester der Komischen Oper durch den Abend. Und die auf Multistilistik spezialisierten Musikerinnen und Musiker nehmen seine Impulse feinfühlig auf, zeigen in den langsamen Nummern Mut zu ruhigem Puls und weitem Atem.«
Zur Kritik
nmz - neue musikzeitung
Peter P. Pachl, 29.1.2019
Musikalisch neu gedeutet im aseptischen indischen Urwald
»Unter dem Dirigenten Jörg Halubek wird die Aufführung zu einem durchaus eigenwillig geprägten, großen Abend.«
Zur Kritik

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