Paul Abraham

Roxy und ihr Wunderteam

Fußball-Operette in drei Akten [1937] 
Deutsch
19:30 Uhr
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Nach dem großen Erfolg mit Clivia verschlägt es die Geschwister Pfister unter der bewährten Führung von Regisseur Stefan Huber dieses Mal in die Welt des Fußballs! Paul Abrahams Operette Roxy und ihr Wunderteam ist eine verrückt-turbulente Sportsatire über eine Braut auf der Flucht, die einer ganzen Fußballmannschaft den Kopf verdreht. Dazu die feurige Musik des Ball im Savoy-Komponisten mit ihrer Mischung aus Jazz, Puszta und Operettenschmelz – abgerundet mit einem Schuss Stadiongesang.
Die Mannschaft von Kapitän Gjurka Karoly feiert gerade den Sieg über das englische Team, da platzt die Braut Roxy ins Hotelzimmer der Fußballer, auf der Flucht vor ihrem dümmlichen Bräutigam Bobby und ihrem Onkel, dem schottischen Saucen-, Ketchup- und Mixed-Pickles-Fabrikanten Sam Cheswick, der dem Ruf seiner Landsleute in puncto Geiz und Sparsamkeit alle Ehre macht. Kurzerhand wird die »Braut, die sich nicht traut« im Gepäck verstaut und mit ins ungarische Trainingslager genommen. Doch Ex-Bräutigam Bobby und Sam Cheswick heften sich an ihre Fersen. Der eine, weil er seiner zukünftigen Ehegattin hinterhertrauert, der andere, weil er die aussichtsreiche Verbindung zum Sohn eines einflussreichen Automatenbuffets-Herstellers flöten gehen sieht. Doch auch Mannschaftskapitän Gjurka Karoly sieht sich vor Herausforderungen gestellt: Zum einen gilt es die Mannschaft für die Revanche gegen das englische Team fit zu machen – was nicht leichter wird, als sich ein Mädchenpensionat im gleichen Hotel wie die Fußballer einnistet. Zum anderen entdeckt Gjurka ungeahnte Gefühle für die neue Teamkameradin ... Die Liebesverwirrung droht gar in einer sportlichen und emotionalen Niederlage zu enden! Aber Roxy ist gewitzt und selbstbewusst genug, um nicht nur ihr Wunderteam, sondern auch sich selbst zum Sieg zu führen.

Wir möchten darauf hinweisen, dass im zweiten Teil der Aufführung an einer Stelle unvermittelt ein
stroboskop-ähnlicher Lichteffekt ausgelöst wird.

Paul Abrahams Operette wurde unter dem Titel 3:1 für die Liebe 1936 in Budapest uraufgeführt, also gute fünf Jahre nach seinem Durchbruch in Berlin mit den drei Operetten Viktoria und ihr Husar, Blume von Hawaii und Ball im Savoy und nach Abrahams Rückkehr in seine ungarische Heimat im Zuge der Machtübernahme der Nationalsozialisten. 1937 bringt Abraham sein neuestes Werk als Roxy und ihr Wunderteam in Wien zur deutschsprachigen Erstaufführung, stilecht im Beisein der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft. Die von den Nationalsozialisten propagandistisch genutzte Austragung der Olympischen Spiele 1936 geben Abraham und seinen Librettisten reichlich Stoff für ihre parodistische Sportoperette mit Sitte und Moral als ergiebigem Ziel für unterhaltsamen Spott!
Verwandlungen und das Spiel mit »Sitte und Moral« sind Markenzeichen der Geschwister Pfister, und so darf man gespannt sein auf eine schottische Ursli Pfister (Christoph Marti), die 11 Männer zum Tanzen bringt, auf Toni Pfister (Tobias Bonn) als singenden und tanzenden Fußballkapitän und auf Fräulein Schneider (Andreja Schneider) als resolute Pensionatsleiterin. Eines ist auf jeden Fall sicher: »Immer Sport, Sport, Sport ist das große Wort.«
Libretto von Alfred Grünwald und Hans Weigel
Bühnenpraktische Rekonstruktion von Matthias Grimmiger und Henning Hagedorn
Neu eingerichtet von Kai Tietje und Stefan Huber
Sa., 15. Juni 2019, 19:30 Uhr

Stab

Musikalische Leitung
Inszenierung
Choreographie
Danny Costello
Bühnenbild
Stephan Prattes
Kostüme
Heike Seidler
Licht

Besetzung

Sam Cheswick
Roxy, seine Nichte
Bobby Wilkins, ihr Verlobter
Gjurka Karoly, Mittelstürmer, Mannschaftskapitän
Aranka von Tötössy, Ungarischer Zollrevisor, Stubenmädchen
Baron Szalmary, Vereinspräsident
Jani Hatschek, Torwart
Hoteldirektor / Zollbeamter / Kovacz / Misky / Radiosprecher
Arpad Balindi
Kevin Arand
Aladar Kövess
Géza Alpassy
Mathias Reiser
Laczi Molnar
Tobias Stemmer
Jenö Körmendy
Christopher Bolam
Máté Pulitzer
Paul Gerritsen
Tamás Kodály
Hunter Jaques
Lászlo Kertész
Thiago Fayad
Zoltán Ligeti
Andrew Cummings
Ilka Pirnitzer
Gabriela Ryffel
Marika v. Dobossy
Milena Hagedorn
Ilonka Taussig
Laura Mann
Réka Rökk
Mariana Souza
Ildikó Farkas
Meri Ahmaniemi
Erzébet Kalmán
Krisztina Gabor
Paula Rummel
Magdolna Horváth
Mónika Bartók
Sabine Hill
Boglárka Esterhazy
Katharina Thomas
Katalin Tabori
Katrin Hacker
Stadionpublikum
Chorsolisten der Komischen Oper Berlin
BR Klassik (br.de)
Peter Jungblut, 3.6.2019
Tanz um den Pokal: „Roxy und ihr Wunderteam“ in Berlin
»… ein so rasanter wie überdrehter Show-Abend. … Regisseur Stefan Huber und sein Ausstatter Stephan Prattes machten [aus Paul Abrahams Swing-Operette von 1937] in Berlin einen so fulminanten wie temporeichen Abend, der optisch, tänzerisch und musikalisch überzeugte.«
Zur Kritik
Berliner Morgenpost
Georg Kasch, 2.6.2019
Was Fußball und Operette verbindet
»Kai Tietje und das Orchester der Komischen Oper klingen wie eine lässige Jazzband, die gut gelaunt das Tempo hochhält und hin und wieder ironische Glanzpunkte setzt ... Wie [die Geschwister Pfister] ihre Charaktere zwischen charmanter Profilerfüllung und feiner Parodie balancieren, macht ihnen so schnell keiner nach ... Regisseur Stefan Huber lässt die Geschichte ordentlich schäumen im opulenten Bühnenbild, das höchst fantasievoll in Art-déco-Hotel, Zug, Landhaus-Idylle und Stadion überall den Fußball entdeckt. Sogar der Mond ist einer! ... So entsteht ein Abend, der vor Energie und Witz sprüht – und einen gut gelaunt in den Sommerabend entlässt.«
Zur Kritik
Neue Musikzeitung Online
Peter Pachl, 1.6.2019
Fuß-Ball – Paul Abrahams „Roxy und ihr Wunderteam“ an der Komischen Oper Berlin
»Gekonnt endet … die jüngste Premiere an der Komischen Oper unangefochten, mit einem Sieg der Mannschaft um die Geschwister Pfister.«
Zur Kritik
Onlinemerker
Dr. Ingobert Waltenberger, 31.5.2019
Jubel für die gelungene Wiedererstehung
»Tor, Tor, Tor, Tor, Tooorrrrrr! Volltreffer für eine schräge Vaudeville Show, eine Fußball-Satire der Sonderklasse in einem gigantischen Lederwuchtl-Bühnenbild, das allein schon einen Auftrittsapplaus einheimsen konnte ... Eine ideale Besetzung mit den Geschwistern Pfister (Christoph Marti als Roxy, Tobias Bonn als Mannschaftskapitän Gjurka Karoly und Andreja Schneider als strenge Direktorin des Mädchenpensionats) samt dem genialen Jörn-Felix Alt, ein superfescher Fred Astaire Nachfahre, als Tormann Jani Hatschek, bringt Schwung, gehörig Pfiffigkeit und eine Riesenlust am Nonsense mit ins Spiel ...  Leute, nichts wie rein in die Komische Oper. Bei Fußballstars, charmanter Anfeuerung und gloriosem Stepptanz kann doch gar nichts schief gehen. Ein Aufgelegter sozusagen, ein Elfer, ein haushoher Sieg für den Weltmeister Komische Oper.«
Zur Kritik
Opera Lounge
Bernd Hoppe, 4.6.2019
Berliner Premieren-Marathon
»[Die Geschwister Pfister] sorgen auch diesmal mit ihrer Aura, ihrem Charme und Temperament für turbulente und glamouröse Szenen. Christoph Marti (Ursli Pfister) als Roxy kann seine reichen Erfahrungen als Travestie-Darsteller einbringen, glänzt auch hier mit kapriziösem Flair und körperlicher Eleganz.«
Zur Kritik
queer.de
Peter Fuchs, 2.6.2019
Elf Gründe für „Roxy und ihr Wunderteam“
»Regisseur Stefan Huber und sein Ausstattungsteam ... reduzieren auf das Maximum, um die schönen Momente von "Roxy" zum Leuchten zu bringen. Konzentriert, rasant und kurzweilig geht es so durch vergnügliche drei Stunden inklusive Pause ... Flattert ein riesiger Schmetterling durch die Szenerie, bringt Bühnenbildner Stephan Prattes die Daseinsberechtigung von Operette 2019 auch optisch auf den Punkt. Offenbart dann noch der die Bühne dominierende Fußball sein Innenleben, heißt es: Champions League! ... Sobald die "Donaunixen" in den funkelnden Glitzerbikinis der Kostümbildnerin Heike Seidler "Cocktails mixen" und unterstützt von den Fußballern in Badehosen steppen, erfreuen sich Augen und Ohren des geneigten Publikums. Camp as f***!«
Zur Kritik
Kulturradio des rbb
Kai Luehrs-Kaiser, 2.6.2019
"Roxy und ihr Wunderteam"
»Quietschbunt, originalverkorkt und zotig abgefüllt. Dem fehlt passgerecht jene Piefigkeit, die man Opas Operette – und ebenso Opas Fußball – einst vorhalten musste ... Wenn man bedenkt, dass diese Aufführung nur eine Station innerhalb einer Paul-Abraham-Werkschau ist, darf man den Abend getrost als kleinen, feinen Triumph verbuchen. Am Ende lacht man über Witze, die man nicht einmal verstanden hat. Hohe Schule.«
Zur Kritik
Der Tagesspiegel
Frederik Hanssen, 2.6.2019
Den Ball flach halten am Plattensee
»Die Musikerinnen und Musiker der Komischen Oper spielen wie die Teufel vom Betzenberg, denn im Bestreben, mit dem Tempo des Tonfilms mithalten zu können, hat Paul Abraham vor allem Foxtrotts und Märsche komponiert. Und einmal blitzt auch noch der kesse Esprit der unbeschwerten Berliner Jahre auf, die Lust an dadaistischen Texten, die, kombiniert mit den neuesten Tanzrhythmen aus Amerika, keine simplen Schlager ergaben, sondern echte urbane Hymnen: ›Lass dir einen Cocktail mixen von der kleinen Donau-Nixen!‹«
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