Orchester der
Komischen Oper Berlin

Geschichte

Zur Komischen Oper Berlin gehört von Anbeginn das eigene Orchester. Die Eröffnung des Hauses im Dezember 1947 war auch die Geburtsstunde dieses neu gegründeten Klangkörpers, mit dem Walter Felsenstein seine Auffassung von Musiktheater verwirklichen wollte. Von Anfang an profilierte sich das Orchester durch einen Konzertzyklus und verfolgte auch dort, in der instrumentalen Musik, die dem Musiktheater zugrundeliegenden Überzeugungen. Dirigenten wie Otto Klemperer, Meinhard v. Zallinger, Václav Neumann, Robert Hanell und Kurt Masur prägten das Orchester dabei maßgeblich sowohl in Opernproduktionen als auch im Konzertbereich. 

Zahlreiche Aufnahmen zeugen von der schon damals erreichten Ausstrahlung des Orchesters, die von späteren Chefdirigenten wie Rolf Reuter, Yakov Kreizberg, Kirill Petrenko – von der Zeitschrift Opernwelt zum Dirigenten des Jahres 2007 gewählt – Carl St. Clair und Patrick Lange noch intensiviert wurde. Viele bedeutende Gastdirigenten haben das künstlerische Spektrum erweitert; unter ihnen waren beispielsweise Rudolf Kempe, Franz Konwitschny, Kirill Kondraschin, Klaus Tennstedt, Hartmut Haenchen, Rudolf Barschai, Lothar Zagrosek und Fabio Luisi. 

Ein besonderes Gewicht wurde und wird der zeitgenössischen Musik beigemessen. So hat das Orchester der Komischen Oper Berlin viele Uraufführungen in Zusammenarbeit mit Komponisten wie Benjamin Britten, Hans Werner Henze, Giuseppe Manzoni, Siegfried Matthus, Aribert Reimann, Krzysztof Penderecki, Cristobál Halffter und Hans Zender erarbeitet. Der Anteil neuer Werke in den Konzerten ist hoch, das Repertoire insgesamt aber immer auf breiteste Weise angelegt: von Mozart über die großen romantischen Komponisten des 19. Jahrhunderts und die frühe Moderne bis hin zum aktuellen Musikschaffen unserer Zeit. 

Das 112 Musiker umfassende Orchester setzt sich darüber hinaus auch für Kammermusik ein und spielt regelmäßig Kammerkonzerte in verschiedenen Besetzungen. Die für Familien mit Kindern konzipierte Reihe Konzerte für Kinder sowie die Moderierten Konzertproben für Jugendliche und andere interessierte Besucher unterstreichen die pädagogische Verantwortung und den Wunsch, neue und junge Publikumsgenerationen für klassische Musik zu begeistern. Seit der Spielzeit 2012/13 ist Henrik Nánási Genralmusikdirektor der Komischen Oper Berlin.

Orchesterakademie

Orchestermusiker in einem Opernhaus zu sein, stellt eine ganz besondere Herausforderung dar: Insbesondere ist ein Höchstmaß an Flexibilität gefordert, um die große Bandbreite des Repertoires vom Barock bis hin zur zeitgenössischen Musik zu bewältigen. Junge Musiker gezielt auf diese Aufgabe vorzubereiten, ist Hauptanliegen der Orchesterakademie der Komischen Oper Berlin. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die Sängerbegleitung in unterschiedlichen Formationen von Opern- und Kammermusik gelegt, indem mit Sängern musikalisch gearbeitet und die Begleitung von Gesangspartien studiert wird. Gleichzeitig stehen Musikvermittlung und Methoden des Audience Developments auf dem Stundenplan, der von professionellen Orchestermusikern, Dirigenten und der Musiktheaterpädagogik gestaltet wird.

Mitglieder der Orchesterakademie 2016/17 
Juyeon Lee (Violine)
Elisabeth Marasch (Violine)
Mladen Samborac (Viola)
Cehie Kom (Violoncello)
Fátima Cristina Agüero Vacas (Kontrabass)
Marie-Christine Becker (Oboe)
Luise Sachse (Klarinette)

Kontakt
Ulrike Krtschil
Assistentin des Orchestermanagers
Tel (030) 202 60 219
Fax (030) 202 60 350
u.krtschil@komische-oper-berlin.de

Bewerbungen
... für die Orchesterakademie bitte ausschließlich über www.muv.ac